Investitionshemmnisse in der Abfallwirtschaft



Die Abfallwirtschaft benötigt in vielen afrikanischen Ländern einen Wachstums- und Modernisierungsschub. Das haben wir auch bei unserer Reise nach Ghana gesehen. Und Ghanaische Regierungsvertreter und Vertreter der Regierungspartei NPP wünschen sich Investitionen deutscher Unternehmen in diesem Bereich. Auf Initiative unseres Kollegen Marc Henrichmann hat sich die Projektgruppe Afrika-Partnerschaften deshalb nun mit Herwart Wilms, Geschäftsführer Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs der REMONDIS-Gruppe getroffen. Die REMONDIS SE & Co. KG ist einer der weltweit größten Dienstleister für Recycling. Wilms berichtete von den Erfahrungen, die das Unternehmen bei Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern gemacht hat und von bestehenden Herausforderungen, die das Unternehmen von Direktinvestitionen auch in "Compact with Africa"-Staaten abhalten. Für nachhaltige Abfallmanagementsysteme bedarf es aus seiner Sicht zwingend eines funktionierenden Systems der Abfallerfassung. Erst dann könne es zu einer technologischen Umsetzung kommen und zwar in Zusammenarbeit mit lokalen Stakeholdern, die die Strukturen des Landes kennen. Darüber hinaus müssen Unternehmen besser im Bereich Compliance unterstützt werden, um überhaupt in Schwellen- und Entwicklungsländern Auslandsinvestitionen zu tätigen. Das gelte auch für Ghana. Wir haben die Punkte aufgenommen und werden uns dazu mit einer ghanaischen Delegation im Februar 2020 austauschen und eruieren, an welcher Stelle es Möglichkeiten einer Kooperation geben könnte.